Genug zugeschaut bei den Chinesen-Übernahmen!

Die Regierung kann so viele Gesetze erlassen, wie sie will: Es wird deutsche Unternehmen nicht schützen. Dabei könnte das so einfach sein.

Erst Kuka, dann Aixtron und nun Osram: Chinesische Unternehmen versuchen ein namhaftes Unternehmen nach dem anderen in Deutschland zu kaufen – das sorgt bei vielen für Angst. Politiker, Gewerkschafter und Ökonomen sorgen sich, dass mit dem Verkauf der Industrie-Ikonen und ihrer Technologie die deutsche Wirtschaft auf die Dauer geschwächt werden könnte.

Los ging die Debatte im Frühsommer mit dem Verkauf des Augsburger Industrieroboterherstellers Kuka an einen chinesischen Hausgerätehersteller, gerade versucht nun ein Investor aus der Volksrepublik, das traditionsreiche Lichtunternehmen Osram zu übernehmen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ist so alarmiert, dass er schon Gedankenspiele darüber anstellt, wie mit neuen Gesetzen Übernahmen deutscher Unternehmen durch staatsgelenkte chinesische Investoren erschwert werden könnten. Es ist naheliegend, auf solche interventionistischen Ideen zu kommen. Sie ähneln aber einem Pawlowschen Reflex und sind wenig durchdacht.

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